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DER EINSIEDLER ist der Rückzug in das innere Selbst des Menschen. Er stellt gleichsam eine aktive Tat dar, die getan wird, um die Lehren der Passivität zu erlangen. Der Einsiedler sondert sich ab. Der gewonnene Abstand ermöglicht ihm, die Nichtigkeiten, mit denen die Gesellschaft ihre Kraft verschwendet, zu erkennen. Erst durch diese Erkenntnis gelingt es ihm, gelassen zu sein.

Im Erotische Tarot René Marcel Rivières ist der Eremit in Lumpen gehüllt. Er hat sich mit seiner persönlichen Kraft, die durch den einfachen Stab versinnbildlicht wird, dessen Form an eine Lebensrune erinnert, auf einen kahlen Berg zurückgezogen.

Er wird sichtbar im Kerzenlicht auf einem Totenschädel, der für die Verwandlung durch Annahme der Angst – zu Wahrheit durch die Macht der Erkenntnis – steht.

Im Widerstreit zu dem von ihm selbst entzündeten warmen Kerzenlicht auf dem Totenkopf – memento mori – nähern sich in einem blauen Dunst die Dämonen der menschlichen Seele dem Eremiten, um ihn mit dem sinnlichen Reiz einer nackten Frau zulocken. Er begreift, dass es sich nur um eine unwirkliche Vision des verworrenen Geistes handelt und widersteht der Versuchung.

Die Neun ist die letzte der Einzelzahlen, die Potenz der Drei. Die „Unheimliche Zahl“, von der es heißt, sie vernichte sich selbst und bliebe doch bestehen.

EROTISCHES ORAKEL

Die Abweisung komplizierter Gefühle.

Die Erkenntnis und das mögliche Eingehen in die reine Einfachheit einer seelischen und auch körperlichen Beziehung.

Gezogen bedeutet diese Karte: Eine geheime Beziehung bietet besonderen erotischen Reiz.

Umgekehrte Bedeutung: Untugend oder Bigotterie, frühreife Hast.

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