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DER HOHEPRIESTER ist die erste Wahrnehmung der Kraft Gottes, durch den Er zu den Menschen spricht. Der aktive Teil der verborgenen Macht, der sie mit den Menschen in Verbindung bringt. Er ist die tätige, doch selbst leere Figur, die von der völligen Tiefe kündet. Der Mensch selbst gibt ihr eine eigene Form, aus seiner Sehnsucht nach Selbstverwirklichung.
Im Erotischen Tarot René Marcel Rivières knien vor dem Hohenpriester zwei Menschen. (Mann und Frau – zum Zeichen der Vereinigung aller Gegensätze unter der Hand Gottes). Für ihre Demut wird ihnen höherer Schutz gewährt. Sie sind bereit, sich durch die Säulen der Gesetze führen zu lassen, welche in ihrer Endlosigkeit Himmel und Erde verbinden. Um den näheren Pfeiler windet sich die immer bereite Schlange der Versuchung.
Der Hohepriester trägt den dreifachen Stab, mit dem er das Heilige, das Intellektuelle und das Physische regiert. Zum Zeichen des Glaubens wacht das göttliche Auge zwischen den Hörnern der Macht auf seinem Kopfschmuck. Seine eigenen Augen sind leer. Sein Fleisch ist blutlos. Er ist nur der Übermittler.
Die Zahl Fünf ist die Zahl unserer (fünf) Sinne. Saturn, der fünfte Planet, ist der letzte frei sichtbare, die Schwelle. Die Zahl des Logos, auch „Christuszahl“.
Die Zahl, in der sich Erkennen und Handeln vereinigt.
EROTISCHES ORAKEL
Ein Partner, mit dem emotionale Tiefe und absolutes Empfinden und Inspiration geteilt werden kann.
Eine dominante Liebe, die Wärme gibt.
Die perfekte Form einer Beziehung, oder auch ihre Perfektion auf Zeit.
Gezogen bedeutet diese Karte: Eine Begegnung von tiefer, beinahe religiöser Leidenschaft ist nahe.
Umgekehrte Bedeutung: Verletzlichkeit und Zurückweisung.

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